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Kesseldruckimpräg­niertes Holz streichen – ja oder nein?

Nachbehandlung von kesseldruckimprägniertem (KDI) Holz: Offenporig schützen statt lackieren

Kesseldruckimprägniertes Holz (KDI) ist pflegearm. Mit einer fachgerechten Nachbehandlung wirkt es länger ansehnlich. Sie können freiliegende Stellen schützen oder zusätzlich Farbe und Optik verändern.

 

Muss man KDI-Holz nachträglich behandeln?

Fachgerecht kesseldruckimprägniertes Außenholz benötigt normalerweise keinen zusätzlichen Holzschutz. Dieser kann entfallen, solange die Imprägnierung vollständig intakt bleibt. Ausnahmen sind nach der Imprägnierung entstandene Schnittkanten, Bohrlöcher und breite, tiefe Trockenrisse.

Wann Nachbehandlung Sinn macht

Ungeschützte Bereiche können Sie mit einem geeigneten Holzschutzmittel nachbehandeln. Wir vom DHV empfehlen hierfür geprüfte Produkte, idealerweise mit dem Gütezeichen RAL-GZ 830. Diese mindern Verfärbungen durch Bläuepilze und erhöhen die Dauerhaftigkeit.

Vergrauung, Farbe und Optik

UV-Strahlung lässt KDI-Holz mit der Zeit vergrauen und ausbleichen. Wenn Sie diese Patina stört, bieten sich farbige, offenporige Anstriche an. Sie verbinden eine dezente Farbgestaltung mit einem zusätzlichen Oberflächenschutz.

Verwenden Sie offenporige Anstriche für KDI-Holz

Offenporige Anstrichsysteme lassen das Holz „atmen“ und bleiben elastisch. So reißen sie nicht so schnell, wenn das Holz quillt und schwindet. Gleichzeitig schützen sie vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen.

Achten Sie auf Pigmente für den UV-Schutz

Für einen wirksamen UV-Schutz benötigen offenporige Anstriche ausreichend Pigmente. Diese verlangsamen die Vergrauung und frischen die Ursprungsfärbung auf. Beachten Sie, dass sehr dunkle Töne eine stärkere Aufheizung und Rissbildung begünstigen können.

Lasieren von KDI-Holz

Ebenso zur Farbauffrischung vergrauter oder ausgeblichener Flächen eignen sich hochwertige Lasuren. Sie betonen die Maserung und sorgen für eine homogene Farbwirkung. Am besten tragen Sie Lasuren dünn, in Faserrichtung und auf sauberem, trockenem Holz auf.

KDI-Holz ölen

Holzöle dringen in die Oberfläche ein und pflegen von innen. Die Flächen werden zudem wasserabweisend und behalten ihren natürlichen Charakter. Besonders Terrassenböden, Handläufe und Griffbereiche profitieren davon.

Lasieren oder Ölen?

Lasuren bilden einen dünnen Film, bieten hohen Oberflächenschutz und eignen sich besonders für senkrechte Bauteile wie Zäune oder Sichtschutzelemente. Sie sorgen für gleichmäßige Farbwirkung und längere Renovierungsintervalle.

Holzöle hingegen dringen in das Holz ein, erhalten die natürliche Optik und platzen nicht ab. Sie lassen sich sehr einfach nachpflegen, eignen sich ideal für begehbare Flächen wie Terrassen und betonen den warmen Charakter des Holzes.

Warum Lack für KDI-Holz ungeeignet ist

Verwenden Sie keine deckenden Lacke. Diese bilden einen geschlossenen, starren Film. Bei KDI-Holz kann eingeschlossene Feuchtigkeit Blasen und Abplatzungen verursachen. Daher sollte kesseldruckimprägniertes Holz immer offenporig behandelt werden.

Pflegeintervalle und Kontrolle

Prüfen Sie Außenholz regelmäßig auf Risse, Schnittstellen und Vergrauung. Je nach Bewitterung können Sie Lasuren und Öle alle zwei bis vier Jahre auffrischen. So bleiben Konstruktionen aus KDI-Holz dauerhaft stabil, sicher und optisch ansprechend.

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