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Outdoor-Living: Mit Holz macht der Sommer draußen besonders viel Freude

Sommerzeit - und die Sonne scheint aus allen Knopflöchern. Wer träumt jetzt nicht davon, möglichst viel Freizeit im Freien verbringen zu können?

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Seminarangebot: Für Lehrgang „Professionelle Oberflächengestaltung“ noch einige Plätze frei!

Während der ursprünglich für den 16. und 17. Oktober 2017 geplante Fachkundelehrgang „Vorbeugender chemischer Holzschutz“ in das kommende Jahr verschoben wurde, sind für das Seminar „Professionelle Oberflächengestaltung von Hölzern für den Einsatz im Außenbereich – Möglichkeiten und Grenzen“ in Heidelberg-Leimen am 7. und 8. Dezember 2017 noch einige wenige Plätze frei!

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Pfosten und Zäune

Pfosten

Pfosten bei starker Belastung Das tragende Element des Zaunes ist der Pfosten. Deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass bei der Setzung der Pfosten sorgfältig vorgegangen wird.

Damit die Holzpfosten in einer Linie ausgerichtet werden können, sollten Sie als erstes die Eckpfosten und Türpfosten aufstellen. Anschließend können Sie die übrigen Pfosten entsprechend den Abständen einplanen und ausrichten.

Die Pfostenabstände sollten möglichst gleichmäßig aufgeteilt sein. Gebräuchliche Querrahmenlängen (wichtig für den Abstand der Pfosten untereinander) sind 200, 250 und 300 cm. Alle Pfosten sind so zu versetzen, dass diese um die Rahmen- und Zaunlattenstärke (ca. 7-9 cm) hinter der Grenze stehen.

Das Setzen der Holzpfosten ist abhängig von der Art des Zaunes. Am einfachsten ist das Einrammen eines zugespitzten Holzpfostens in die Erde, in die zuerst ein etwa 1 1/2 spatenblatttiefes Loch (20 x 20 cm) ausgehoben wurde. Mit einem Locheisen wird dann der Boden so tief wie möglich gelockert, damit der Pfosten je nach Zaunhöhe ca. 50 bis 70 cm tief in den Boden kommt.

Pfosten, die zum Beispiel ein schwereres Tor tragen müssen, sind in der Regel in ein speziell vorbereitetes Loch einzubringen. Es wird ein ca. 80 cm tiefes Loch ausgegraben. Dann kommt zuerst eine ca. 10-15 cm starke Schicht Beton. In diese Schicht wird der Pfosten gestellt und bis in die darunterliegende Erdschicht eingerammt. Nach Aushärten des Betons wird bis 20 cm unterhalb des normalen Bodenniveaus mit dem Aushub aufgefüllt. Zum Schluß kommt wieder eine 10 cm starke Schicht Beton, die später mit Erde abgedeckt werden kann.

Holzpfosten können selbstverständlich auch auf einen in Beton eingelassenen Pfostenschuh aufgeschraubt werden.

An die Pfosten werden die Rahmen oder Querriegel montiert. Es wird immer von Pfosten-Oberkante auf Rahmenmitte heruntergemessen (a = oberer Rahmen, b = unterer Rahmen).

Zaunfelder

Zaunfelder Die Grundformen bei Holzzäunen sind der Scherenzaun oder Jägerzaun sowie der senkrechte Lattenzaun und der Bohlen- oder Ranchzaun.

Jägerzäune werden in der Regel in vormontierten Feldern angeliefert. Diese werden bei der Montage soweit auseinandergezogen, bis die richtige Zaunhöhe erreicht ist. Über die Länge des auseinandergezogenen Feldes wird nun eine etwa 2 Meter lange Latte geheftet, damit ein weiteres Verschieben unmöglich ist.

Das erste Feld wird nun an die Rahmen angenagelt, so dass es etwa einen Meter über den Eckpfosten der Zaunfront hinaussteht. An der freiragenden Seite neben dem Eckpfosten wird sodann das Gatter senkrecht mit der Säge abgeschnitten. Das abfallende Stück benötigt man am Ende der Zaunfront wieder.

Die weiteren Zaunfelder werden dann dem ersten Feld angepaßt, damit insbesondere an den Übergangsstellen der Abstand der Latten und die Auskreuzungen an der Zaunoberkante gleich sind.

Alle angesägten Holzteile sind mit einem Holzschutzmittel gegen die Witterung neu zu schützen.

Lattenzäune

Lattenzäune Senkrechte Lattenzäune werden zum Teil in vorgefertigten Feldern mit 250 cm Länge angeliefert. Oftmals werden aber auch die Querriegel und die Latten einzeln angeliefert. Der Vorteil: Sie können die Lattenzahl pro laufendem Meter selbst bestimmen.

Die Einzellatten werden angenagelt oder eventuell angeschossen. Verwenden Sie bitte eine Wasserwaage, mit der Sie jede zweite oder dritte Latte ausrichten.

Ranch- oder Bohlenzäune:

Dieser Begriff hat sich für eine Zaunart eingeführt, bei der wahlweise 2, 3 oder 4 Bohlen bzw. Bretter waagerecht übereinander angeordnet sind.

Für die Montage gibt es bei dieser Zaunart zwei Möglichkeiten, die wir Ihnen schematisch oben darstellen.

  1. Ein 1 1/2 spatenblattiefes Loch (ca. 20 x 20 cm) graben (mit Erdbohrer, Hacke, Locheisen bzw. einem Spaten) und den steinigen Boden durchstoßen. Bei felsigen Untergründen müssen die Pfähle an einbetonierte Eisenlaschen angeschraubt werden.
  2. Zuerst müssen Eck- und Türpfosten gesetzt werden, um von diesen Fluchtlinie und Höhe des Zaunes festlegen zu können (Grundstücksgrenzen beachten!). Die Pfähle sollen im allgemeinen in der Länge soweit aus dem Erdreich ragen, dass sie mit der Oberkante 5 cm unter der Zaunhöhe bleiben.
  3. An den Eckpfählen schlägt man an der oberen Außenkante einen Nagel, um hieran einen Bindfaden als Richtschnur spannen zu können. So sind Höhe und Fluchtlinie festgelegt. Die Querriegel werden an die Pfähle genagelt. Bei Jägerzäunen ist zu beachten, daß sich der Kreuzungspunkt der Latten in der Mitte des oberen und unteren Riegels befindet.
  4. Montage der Zaunfelder bzw. Annageln der einzelnen Latten. Eine Richtschnur und eine Wasserwaage leisten auch hier wertvolle Hilfe. Anschließend ist ein nochmaliges Ausrichten des Zaunes notwendig. Die Pfähle sind hierbei ausschlaggebend und entweder nach außen oder innen zu drücken und anschliessend festzustampfen.

Grundsätzliche Hinweise für Gartenhölzer:

  • Ausschließlich qualitativ hochwertig imprägnierte Hölzer verwenden - beim Einkauf auf das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Imprägnierte Holzbauelemente e.V. (RAL-GZ 411) achten!
  • Bauteile und Konstruktionen so wählen oder bearbeiten, dass eine dauernde Befeuchtung (stehendes Wasser) der Holzoberfläche ausgeschlossen oder nur kurzfristig möglich ist (Einhaltung baulicher Holzschutzmaßnahmen).
  • Bei Einbau mit Erdkontakt ist grundsätzlich für eine ausreichende Drainage (Kies oder Sandschicht) zu sorgen - alle Maßnahmen, die den freien Abfluss eingedrungener Feuchtigkeit nach unter verhindern sind zu unterlassen!
  • Kein Einbau frisch imprägnierter Hölzer ("Fixierzeiten" müssen eingehalten sein - Händler oder Hersteller fragen!).
  • Die Holzdimensionen müssen richtig gewählt werden - lieber etwas stärkere Abmessungen!
  • Nachträgliche Schnittstellen und Bohrungen unbedingt vermeiden - wenn dies nicht möglich sein sollte: Nachbehandlung der Schnitt- und Bohrstellen mit einem geeigneten Holzschutzmittel (Händler fragen!).
  • Den Einsatz von Rindenmulch in unmittelbarer Nähe von imprägnierten Hölzern vermeiden oder die bei den Einbauempfehlungen für Palisaden hierzu gegebenen Hinweise beachten!
  • Gartenholzprodukte (insbesondere großflächige Gartendecks, aber auch Spielgeräte) sollten nach Möglichkeit regelmäßig von Schmutz- und Erdauflagerungen sowie im Herbst von Laub befreit werden, damit keine Feuchtenester entstehen!
  • Eine farbige Nachbehandlung imprägnierter Holzprodukte ist mit einer diffusionsoffenen Lasur (Holzschutzmittel) jederzeit möglich!